Drop out Girls

Die Arbeiten am Fundament der Schule laufen auf Hochtouren und um die Arbeiter gut zu versorgen, bekommen sie ein Mittagessen. Dieses Mittagessen wird von Teenagermädchen gekocht. Dazu muss gesagt sein, dass durch den langen Corona -Lockdown die Armut so hoch war, dass Mädchen sich für Essen und Grundversorgung verkauften. Nun gibt es sehr viele schwangere Teenager, die ihren Platz in der Schule verloren haben und aus dem System fallen.

Durch die Arbeit auf der Baustelle haben sie die Möglichkeit sich Essen und eine Grundversorgung zu verdienen.

Langfristig muss man sehen wo diese Mädchen ihren Platz haben.

 

Der erste Spatenstich ist getan…

              

Am 30. August 2021 erfolgte der erste Spatenstich-der Bau der Schule hat begonnen..

Und am nächsten Tag rollte schon der Bagger. Dieser war für die groben Erdarbeiten da. Weitere Arbeiten wie das Ausheben des Fundaments werden von Hand gemacht. Insgesamt ist es uns ein Anliegen Personen aus der Umgebung Arbeit zu geben und von vorne herein Kontakte zu knüpfen und Vertrauen aufzubauen. Ausserdem haben Nachbarn die Möglichkeit im Bereich Bau durch die Anleitung des Bauherrn, als auch in der Landwirtschaft dazuzulernen. Dies kann bei der weiteren Arbeitssuche helfen.

Der Rektor der Mango Senior School, der Bauherr, Heike Rabus, einige Besucher aus Deutschland und Kinder der Umgebung waren Zeugen des ersten Spatenstiches(Videos auf Instagram).

Als Erstes wird ein Block mit 4 Klassenzimmern für die Primary School eine Latrine und die Küche gebaut. Anschliessend folgt der Bau eines Verwaltungsgebäudes mit Büros und einer Bibliothek.

Viele Arbeiter stehen bereit und je nach finanzieller Situation könnte der erste Block in ca. 2 Monaten stehen.

Angedachtes für die nächste Zeit

Heike Rabus plant an Ostern, sofern möglich, nach Uganda zu fliegen. Dort geht es darum weitere Kontakte zu vertiefen. So könnte ein kleiner Geschäftszweig zum Export eigener Früchte und damit eine Einnahmequelle für Namataba entstehen.

An Pfingsten planen einige Freunde aus Deutschland einen Besuch in Uganda. Endlich mal wieder Zeit um die Kinder der Umgebung zu treffen, beim Schulbau zu helfen und Kontakte zu pflegen.

Oh Wunder, oh Wunder das Grasland!

Für uns ist es ein echtes Wunder, dass inzwischen 5 von 7 Teilen des Graslandes in Besitz von Namataba sind. Warum ein Wunder? Diese Oase der Ruhe und des Friedens mit seinen Möglichkeiten für Kinder zum Toben und Spielen, für Tiere zum Grasen und der so wichtige Zugang zu fliessendem Wasser…war und ist im Blick chinesischer Investoren, die dieses Land aufgrund seiner guten Lage und der Nähe zum Highway auch gerne hätten. Wir sind unsagbar dankbar für den Teil des Graslandes der inzwischen zu Namataba gehört und glauben auch an den Rest. Immer wieder erleben wir wie Gott im richtigen Moment versorgt… ein echter Hit.

Die Schulstartlöcher erfordern Geduld

Wie in so vielen Bereichen warten wir nur noch auf eine verbesserte Coronalage um starten zu können. Doch vielleicht hatte die Warterei auch ihr Gutes – inzwischen entstanden weitere Kontakte und damit auch der Tipp direkt beim Bau auch Leitungen für Solarpanels einzuziehen. So ist man in  der Zukunft unabhängig vom lokalen Stromnetz, das sehr teuer ist.

Gut war auch die Wahlen in Uganda abzuwarten, da Gewaltausbrüche zu erwarten waren und auch stattgefunden haben. Inzwischen ist wieder Ruhe eingekehrt, auch wenn die politische Lage für die Menschen nach wie vor unbefriedigend ist. Der seit 35 Jahren amtierende Museveni hat sich wieder zum Sieger erklärt.

Die Kinder der Umgebung warten auf ihre Schule und Isaak ihr Lehrer erwartet sie schon.

Der Schulbau steht in den Startlöchern

Als das Reisen in Uganda langsam wieder möglich war, nutzte unser Namatabateam vor Ort die Chance um mit dem Architekten und Bauleiter vor Ort die erste Planung der Schule abzuschliessen. Nun geht der Plan an das ugandische Bauamt und wir sind gespannt wie lange die Stempel auf sich warten lassen. Es ist einfach genial zu sehen wie Gott versorgt. Inzwischen haben wir die finanziellen Möglichkeiten um die ersten 2 von 7-8 geplanten Klassenzimmern zu bauen. Ergänzt durch eine Latrine kann dann der Unterricht starten, sobald die 2 Zimmer fertig sind und Corona uns lässt. Im Weiteren sind eine Küche und Büros für die Lehrkräfte geplant.
Im Moment darf leider noch kein Baumaterial transportiert werden, so dass wir auch hier Geduld zeigen müssen. Gleichzeitig durften wir an so vielen Stellen Gottes Weitblick und Führung sehen, dass wir gespannt sind wie er hier alles lenkt.

Der Traum vom Grasland

Wenn Heike Rabus vom Grasland spricht, dann hört sich das in etwa so an: „Weisch ich seh wie die Kinder da Fussball spielen und rumrennen und dann können da die Kühe grasen und… und das Grasland ghört einfach dazu.“
Ein wahrer Traum und eine tolle Ergänzung zum bisherigen Land wäre eine grosse Grasfläche, die an unser bisheriges Grundstück angrenzt. Wir konnten in den letzten 2 Jahren Stück für Stück Land in einem Gebiet namens Namataba kaufen. Das erste Stück war eine echte Gebetserhörung und erweist sich als tolles Land zum Anbau von Früchten und Gemüse Hier wird dann auch die Schule stehen. Inzwischen kamen ein Stück Land mit vielen Bäumen und 3 Fischteiche hinzu.
Toll wäre es, wenn wir dieses angrenzende Grasland, das auch an einen Bach und damit ausreichend Wasser grenzt, als Weideland für Tiere und zum Spielen dazukaufen könnten…vielleicht wird der Traum ja Wirklichkeit.

Alles wächst und gedeiht

Vor nicht kurzer Zeit war Namataba noch ein Stückchen Land mit Gras und Bäumen. Sieht man die aktuellen Bilder dessen was inzwischen schon angepflanzt werden konnte, kann man es kaum glauben. Marakujas und Süsskartoffeln in Hülle und Fülle. Wichtige Lebensmittel zum Verkauf, aber auch um direkt in der Nachbarschaft zu helfen.

Maskenverkauf für Namataba

Manchmal braucht man einfach initiative Menschen, die ihre Zeit und ein bisschen Stoff und Faden investieren und schon kann so vielen Anderen geholfen werden. Ein paar Frauen hatten die Idee Atemmasken für Namataba zu nähen und zu verkaufen. Inzwischen sind 1000 Euro durch dieses Projekt zusammengekommen und können direkt Menschen in Uganda zu Gute kommen.

Was heisst Corona für Namataba?

Wie ihr sicher gelesen habt, waren in diesem ersten Halbjahr einige Dinge geplant, die nun bis auf Weiteres auf Eis liegen. Der Besuch eines Volontärsehepaars, ein Schüleraustausch mit Baumpflanzaktion und der Beginn des Schulbaus…
Mit dieser aktuellen Situation hat keiner gerechnet – auch nicht damit, dass aufgrund von Covid 19 eine Ausgangssperre in Uganda verhängt wird . Konkret heisst dies für die meisten Menschen, dass sie keine Möglichkeit haben Geld zu verdienen. Viele Ugander leben vom Lebensmittelverkauf auf Märkten oder von der Hand in den Mund. Es gibt auch keine Transportmöglichkeit, so dass Frauen in den Wehen ins Krankenhaus laufen müssen und ihre Kinder am Strassenrand bekommen.
Geld für Essen, Miete, Kohle(zum Kochen) fehlt. Gerade für alleinerziehende Mütter bedeutet die Situation eine Katastrophe…
Wir sehen momentan unsere Aufgabe darin die Nachbarschaft um Namataba herum in Form von Grundnahrungsmitteln und finanzieller Hilfe bei der Miete zu unterstützen.